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Tänze

Stocktanz

Der Folkloretanz „Raks al Assaya“ bedeutet übersetzt „Tanz mit dem Stock“, in dem sowohl Männer als auch Frauen spielerisch kokettieren und Alltagssituationen darstellen. 

Raks Tahtieb, der kämpferische Stocktanz, wird in der Regel von Männern getanzt und hat seine Wurzeln  in Al Said in Oberägypten. Die Ghawazee (Sinti und Roma) haben den Stocktanz für Frauen aufgegriffen. Die Bedeutung des Kampfcharakters ließ zugunsten von Koketterie und Erotik nach.

Säbeltanz

Der Säbeltanz ist kraftvoll, mystisch, geheimnisvoll, temperamentvoll, aber auch unterhaltsam und witzig. Man könnte diese Aufzählung beliebig weiterführen, da er für jede Tänzerin etwas anderes darstellt. Seine Ursprünge sind jedoch kämpferischer Natur.

Pharaonischer Tanz

Durch Überlieferungen haben wir eine Vorstellung, wie zu Zeiten der Pharaonen in Ägypten getanzt wurde. Diese Art des Tanzes wurde unter anderem in Tempeln ausgeführt, um positive Energien freizusetzen und diese auf Menschen zu übertragen. Ein Stil, der auch heute noch Faszination und Mystik mit sich führt.

Nubischer Tanz

Dieser Tanz stammt aus Südägypten bzw. aus dem Sudan und ist eine feinfühlige Darstellung des Alltags, der Landschaft oder auch verschiedener Sitten und Bräuche. Der Tanz spiegelt eine Lebensphilosophie wieder, die teilweise auch an afrikanische Tänze erinnert.

Leuchtertanz

Der Leuchtertanz wurde erstmalig im Harem getanzt, dort noch auf einem Tablett mit möglichst vielen Kerzen und gefüllten Teegläsern präsentiert. In den 30er Jahren gelangte der Leuchtertanz in die Cabarettes und ist heute noch ein fester Bestandteil eines klassischen ägyptischen Showprogramms. 

Die Leuchter sind ca. ein Meter hoch und fassen bis zu zwölf Kerzen bei einem Gewicht von etwa acht Kilogramm.

Khaleegy

Khaleegy, auch Saoudi und Haartanz genannt, stammt aus der Golfregion. Die Kunst dieses Tanzes ist die isolierte Bewegung einzelner Körperpartien, gepaart mit Kopf-Körperbeherrschung und Anmut.

Karsilama

Karsilama ist ein typisch türkischer Tanz, der gerne mit Zimbeln getanzt wird. Er ist lebendig, feurig und drückt die lebensbejahende Einstellung der Tanzenden aus.

Ghawazee

Eine weitere Art von Musik und Tanz kam durch die Sinti und Roma (Ghawazee), die alle ihren Ursprung in einer niederen Kaste in Indien haben. Viele Ghawazee verließen Indien im 5. Jahrhundert und ließen sich unter anderem im gesamten Mittelmeerraum nieder. In der Türkei nennt man die von ihnen geprägte Tanz- und Musikrichtung Cengi, in Ägypten tanzen heute noch Ghawazeetänzerinnen.  Typisch für deren lebensfrohen Stil sind schnelle Bewegungen: Shimmies (Zitterbewegungen), Arm-, Hand- und Kopfbewegungen, begleitet von Zimbelspiel. 

Melaya Lef

Dieser Tanz stammt sowohl aus der Region Alexandria als auch aus Lybien und Port Said. Das hübsche Mädchen, dass gemäß Brauchtum mit Umschlagtuch und elegantem Kleid in reizendem, kokettem Gang sich durch ihr Stadtviertel bewegt, um mit viel Charme den von ihr ausgewählten Mann auf sich aufmerksam zu machen und für sich zu gewinnen. Mann und Frau tanzen diesen unverwechselbaren Stil gemeinsam.

Feraoule

Feraoule ist ein Begrüßungstanz der Fellachen (Bauern), mit dem nahezu jede ägyptische Show traditionell beginnt und die von mehreren Frauen getanzt wird. 

Hagalla

Hagalla ist ein Brautwerbetanz der Berber, der von Männern und Frauen getanzt wird.

Fantasytanz

Diese Tänze wurden nach alten Bildern und Geschichten erdacht, ohne reale geschichtliche Grundlagen für die Tanzformen und -schritte.

  • Pharaonischer Tanz
  • Säbeltanz
  • Schleiertanz / Doppelschleiertanz
  • Tanz mit sieben Schleiern
  • Schlangentanz